Ein Leitfaden für Ihre Corona-Landingpage

Letzte Woche haben wir Ihnen in unserem Blogartikel bereits eine sinnvolle Struktur für Ihre Krisenkommunikation vorgestellt. Einer dieser Strukturpunkte war eine Landingpage, wie sie bereits von zahlreichen Unternehmen genutzt wird, um über ihre Situation in der Krise zu informieren.

1. Wie bauen Sie eine Landingpage richtig auf?


Doch mit welchen Inhalten sollten Sie eine solche Corona-Landingpage füllen? Wen müssen Sie gezielt ansprechen und welche Informationen benötigen diese Personen? Wir haben Ihnen einen kurzen Leitfaden für Ihre Corona-Landingpage zusammengestellt.

2. Ihre Einleitung


Wie immer müssen Sie die Leserschaft erst einmal abholen. Worum geht es hier, was erfahre ich und warum sind diese Informationen für mich relevant? Sie können sich ruhig kurzfassen, über die Corona-Krise an sich sind wir vermutlich alle auf dem neusten Stand.

3. Die Ansprache Ihrer KundInnen


Diese stehen in der Krisenkommunikation natürlich an erster Stelle, denn auch sie sind verunsichert und besorgt. Wenn Sie ihnen einige dieser Sorgen nehmen können, tun Sie das. Wenn Ihre Zusammenarbeit bis jetzt nicht von der Krise betroffen ist, teilen Sie Ihnen das mit. Falls doch, kommunizieren Sie Engpässe und Probleme zeitnah und transparent. Niemand wird es Ihnen aktuell übel nehmen, wenn sich beispielsweise Lieferungen verzögern oder Deadlines verschieben, aber sorgen Sie für Klarheit. Lassen Sie Ihre KundInnen nicht erst bei Ihnen nachfragen, sondern informieren Sie sie frühzeitig.
Besonders gut eignet sich dafür ein erster Hinweise auf der Startseite Ihrer Homepage, die wiederum auf eine Landingpage verweist, auf der alle Informationen gebündelt werden.
Achten Sie darauf, dass die Inhalte dieser Seite aktuell und geordnet sind, sodass ich direkt zu dem Absatz komme, der mich persönlich interessiert. Fügen Sie zudem Ihre Kontaktdaten ein, sodass Ihre KundInnen noch einmal daran erinnert werden, dass Sie stets zu erreichen sind.

Welche Informationen brauchen Ihre KundInnen?

  • Gibt es für sie relevante Einschränkungen?
    Beispielsweise Lieferengpässe, Verzögerungen in der Bearbeitung, etc. Erläutern Sie auch, wie diese Einschränkungen zustande kommen.
  • Welche Maßnahmen treffen Sie?
    Schreiben Sie nicht nur, dass Sie alles im Griff haben. Seien Sie transparent und erklären Sie Ihren KundInnen welche Maßnahmen Sie konkret treffen, um weiterhin für Sie da sein zu können.
  • Haben Sie zusätzliche Angebote, die Ihren KundInnen die Krisensituation erleichtern?
    Dies sollte keine reine Akquisition sein, aber sollten Sie Angebote haben, die Ihren KundInnen momentan einen tatsächlichen Mehrwert bieten, können Sie darauf aufmerksam machen.

4. Die Ansprache Ihrer MitarbeiterInnen


Informieren Sie darüber, wie Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeitenden schützen. Das ist nicht nur für Ihre Belegschaft, sondern auch für Ihre KundInnen relevant: So zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge, aber auch, dass Sie selbst in einer Krise die Kontrolle behalten.
Zusätzlich ist es auch für Mitarbeitende wichtig, eine Quelle zu haben, wo sie stets über die neusten Regelungen und Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden. Für Angelegenheiten, die wirklich nur für das interne Auge bestimmt sind, empfiehlt sich stattdessen Ihr Intranet, falls Sie dieses nutzen, oder aber E-Mails.

5. Die Ansprache Ihrer Lieferanten/PartnerInnen


Ihre Corona-Landingpage sollte auch Informationen für Zulieferer, freiberufliche PartnerInnen, etc. enthalten. Fallen womöglich Aufgaben, die Sie üblicherweise an Externe weitergeben, weg? Gelten für Zulieferer besondere Hygiene-Anforderungen oder andere Regelungen? Schauen Sie, dass Sie hier wirklich alle relevanten Informationen zusammentragen, um bei Fragen stets an eine bestimmte Stelle verweisen zu können. Sprechen Sie mit einer Vielzahl an Partnern, clustern Sie bestenfalls auch diesen Abschnitt.

6. Soziales Engagement


Dieser Punkt ist optional, je nachdem ob Sie sich als Unternehmen sozial engagieren oder nicht. Seien es Spenden, Unterstützungen, die Sie Ihren Mitarbeitern zukommen lassen oder Ähnliches. Zahlreiche Unternehmer nutzen die Krise, um sich für das Gemeinwohl einzusetzen und dies natürlich kommunizieren zu können. Tatsächlich empfiehlt es sich, in einer Krisenzeit Solidarität zu zeigen. Das wird von den Menschen – vor allem über die sozialen Medien –vermehrt honoriert und hilft Ihrer Marke durch eine Zeit, in der Sie sich vermutlich in anderen Bereichen einschränken müssen.

7. Abschluss


Versuchen Sie sich an einem hoffnungsvollen Schlusssatz. Vielleicht haben Sie Glück und Ihr Unternehmen ist nur zu einem geringem Ausmaß von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen oder Sie haben bereits Wege gefunden, Gegebenheiten als Chance wahrzunehmen, die sich aus der Situation ergeben? Teilen Sie Ihren Silberstreifen am Horizont – wir können ihn alle gut gebrauchen.

Marie Groß

Marie Groß

Meine Leidenschaft für das Texten nutze ich nun auch, um relevanten und kreativen Content für unseren B2B-Blog zu erstellen. Haben Sie ein Thema aus B2B-Marketing, Innovationsmanagement, Employer Branding, etc., worüber Sie gern mehr erfahren würden? Nur her damit!
     

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